Wenn der Kopf ständig schmerzt kann auch eine Muskelverhärtung dahinter stecken

Vom Spannungskopfschmerz hat jeder schon einmal gehört. Er trifft den Nagel auf den Kopf, wenn es um die Muskelverhärtung in Rücken und Nacken geht und zeigt sich als unangenehme Begleiterscheinung. Der Spannungskopfschmerz ist eine Folge von Verspannungen der Rücken- oder Nackenmuskulatur. Anspannung ohne Entspannung ist heute schon an der Tagesordnung und der Rücken bekommt dies zu spüren. Arbeiten am Bildschirm, in sitzender Haltung, die meistens durch falsche Möbel und eine ungenügende Ausstattung der Gesundheit abträglich ist, begünstigen Verspannungen, die sich dann zu Muskelverhärtungen verdichten. Denn diese permanente Anspannung bewirkt eine Verengung der Blutgefäße, was dann zu den wulstartigen Knötchen führt. Fehlhaltung entsteht bei vielen Tätigkeiten, auch schon beim Gehen oder Stehen.

Kopfschmerzen lassen sich dank frei verkäuflicher Schmerzmittel schnell bekämpfen, nicht aber die Ursache und schon gar nicht die Muskelverhärtung. Hier helfen Massagen, Fangopackungen, Infrarotlicht, Wasseranwendungen oder Reizstrom-Impulse, die Verhärtungen zu lockern. Meistens werden diese Therapie-Behandlungen über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt, denn die Muskelverhärtungen zeigen sich mitunter sehr hartnäckig. Ist die Beweglichkeit stark eingeschränkt, empfehlen sich krankengymnastische Übungen. Spannungskopfschmerz sollte nicht ignoriert werden, denn er ist ein Anzeichen dafür, dass die Muskulatur überbeansprucht ist. Der anhaltende Schmerz beeinträchtigt die Lebensqualität nachhaltig, nicht wenige Menschen nehmen eine viel zu hohe Dosis an Schmerzmitteln ein, die aber ohnehin wirkungslos bleibt, wenn die Ursache nicht behoben wird.

Natürlich müssen die verursachenden Auslöser abgeschaltet werden, sonst dreht sich die Spirale wieder von vorne. Dazu gehören der Abbau von Stress, Druck, Entspannung, Bewegung zum Ausgleich bei sitzender oder stehender Tätigkeit, eine Neuorganisation des Arbeitsplatzes nach ergonomischen Aspekten und die Problemlösung bei psychischen Belastungen und Störungen. Eine Überlastung der Muskulatur durch Sport ist ebenfalls ein Auslöser für Muskelverspannungen. Weniger ist für den Anfänger mehr, das Aufwärmen der Muskeln steht immer an erster Stelle. Ausreichende Ruhezeiten sind einzuhalten, damit die Muskulatur nicht dauerhaft in der Anspannung verharrt.