Fehlhaltung und psychische Belastung begünstigen die Muskelverhärtung im Rücken

Muskelverhärtungen im Rücken sind heute schon fast an der Tagesordnung und eine Art Zivilisationskrankheit. Andauernde Fehlhaltung, sogar über Jahre hinweg, ungünstige Arbeitsplatzbedingungen, Stress und psychische Erkrankungen sind die Hauptauslöser für diese Erscheinung. Liegt eine Grunderkrankung, wie z.B. eine Skoliose der Wirbelsäule vor, dann gehen Muskelabbau und Muskelverhärtung ein ungünstiges Verhältnis ein und führen zu dauerhaften Schmerzen, wenn nicht durch gezielte Maßnahmen dagegen gesteuert wird.

Rückenprobleme sind die Volkskrankheit Nummer Eins und nicht selten resultieren sie aus den oben genannten Ursachen. Immer gleiche Arbeitsabläufe, langes Stehen, Sitzen oder gebückte Haltung führen zwangsläufig zu Verspannungen. Ergonomie am Arbeitsplatz, die Ausstattung mit den richtigen Möbeln, die Anordnung von Betriebsmitteln und die Reduktion von Störfaktoren sind nicht immer optimal, es hapert an vielen Stellen. Ein Arbeitstag kann so sehr anstrengend sein und wird von Rückenschmerzen in jeglicher Form begleitet, hinzukommen Kopfschmerzen, die unerträglich werden. Am Abend ist dann Ruhe angesagt, Bewegung wird zur Mangelware. Dabei ist ein Ausgleich jetzt besonders wichtig. Schwimmen, leichter Sport, Gymnastik oder Spaziergänge lockern die angespannte Muskulatur wieder auf, Massagen, Wärmeanwendungen und Entspannungsübungen helfen effektiv.

In den letzten Jahren rückt die Psychosomatik immer mehr in den Vordergrund, was Rückenprobleme und Muskelverhärtungen in diesem Bereich betrifft. Die geistige Anspannung schlägt in eine Muskelanspannung um, die dann dauerhaft anhält. Hier ist der Ansatz noch umfangreicher, denn neben der rein körperlichen Therapie gilt es, den psychischen Faktoren auf die Spur zu kommen. Die Zahl der psychosomatischen Kliniken ist stark angewachsen, eine Kombination aus Psycho- und Physiotherapie wird in diesen Einrichtungen angeboten und das mit großem Erfolg.

Im Alltag wird Stress zu einem Anspannungs- und Verspannungsfaktor. Deshalb heißt es: frühzeitig entgegensteuern. Weniger Aktivitäten, den Tag überschaubar planen, so dass auch Luft für unvorhergesehene Ereignisse bleibt. Auch die Freizeit muss nicht voll gestopft sein, jeder sollte nur das tun, was wirklich tun möchte. Progressive Muskelentspannung und Yoga helfen, um Stress und Anspannung abzulegen.