Muskelverhärtung – Verspannungen und ihre schmerzhaften Folgen

Der Wadenkrampf mit heftig auftretendem Schmerz ist eine Muskelverhärtung, die mit Sicherheit jeder schon einmal erlebt hat. Die Muskulatur fühlt sich dabei hart an und die Wade ist bewegungsunfähig. Diese Muskelverhärtung resultiert aus einer Überbelastung, z.B. beim Sport oder auch durch schnelle, falsche Bewegungen. Die Muskeln können sich zunächst nicht mehr entspannen. Eine Massage hilft hier zuverlässig, um die Anspannung zu lockern. Daneben gibt es aber auch Formen der Muskelverhärtung, die sich weniger akut zeigen, sie entstehen aus einer permanenten Anspannung heraus, das beste Beispiel ist hier die Nacken- und Rückenmuskulatur. Durch Fehlhaltung und einseitige Arbeitsabläufe entstehen Verspannungen, die zunächst unbemerkt bleiben und ignoriert werden, bis sich dumpfe Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen einstellen. In Verbindung mit einer vorgeschädigten Wirbelsäule kann dies zu starken Beeinträchtigungen führen. Auch Schnarchen kann eine Folge von von Verspannung sein.

Der Muskelapparat reagiert auf Daueranspannung mit Durchblutungsstörungen, was dann zu Muskelverhärtungen führt. Diese sind bei Druck auf die schmerzenden Stellen auch deutlich als verhärtete, wulstartige Stellen zu erfühlen. Gerade bei den sitzenden Tätigkeiten sind Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur sehr häufig zu beobachten. Da Fehlhaltungen über längere Zeiträume hinweg eingenommen werden, ist der Weg zu Muskelverhärtungen nicht weit. Es sei denn, es erfolgt ein Ausgleich der Anspannung. Im Alltag geht das jedoch sehr leicht unter. Zeitdruck, Stress und psychische Belastungen verhindern die Entspannung und bauen noch mehr Druck und Anspannung auf. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um den Muskelverhärtungen vorzubeugen.

Bewegung und das Training der Muskeln gehören dazu, ebenso wie entspannende Bäder und Massagen. Bei starken Verspannungen wird der Arzt entsprechende Anwendungen verordnen, auch Medikamente kommen zum Einsatz, wenn die Schmerzen sehr ausgeprägt sind. Reizstrom und Infrarot-Licht sind weitere Möglichkeiten, um Muskelverhärtungen aufzulösen. Nach wenigen Tagen oder Wochen sind die Muskeln wieder regeneriert. Die Änderung des eigenen Verhaltens spielt in der Vorbeugung eine wichtige Rolle. Richtige Haltung ist erlernbar, so kurios das auch klingen mag. In der Rückenschule und mit speziellen Übungen lassen sich Fehler korrigieren. Sich etwas Gutes zu tun, fördert die Entspannung ebenso, wie der Stressabbau und die Umstellung der eigenen Lebenssituation.