Muskelverhärtungen vorbeugen

Unsere Muskeln leisten viel. Sie sind das große, elastische Zugband im Körper, sie sorgen für die benötigte Kraft bei allen Aktivitäten. Doch mit den Muskeln ist es wie mit den Rädchen einer Maschine. Werden sie überbelastet, dann reagieren sie mit einer Verlangsamung oder einem Totalausfall. Bei den Muskeln ist die dauerhafte Anspannung der Auslöser für eine Muskelverhärtung. Die Durchblutung funktioniert ab einem gewissen Anspannungsgrad nicht mehr einwandfrei, was die Verhärtung zur Folge hat. Die betreffenden Muskeln lassen sich dann sogar als Wulst unter der Haut ertasten. Solche Verhärtungen sind sehr schmerzhaft, der Schmerz kann auch zu einem Dauerzustand werden. Muskelverhärtungen treten bevorzugt in Rücken, Nacken, Schulter, Oberschenkel und Wade auf.

Überanstrengung bedeutet ebenfalls eine Daueranspannung für die Muskeln. Sportler können davon ein Lied singen, denn Wadenkrämpfe oder stechende Schmerzen im Oberschenkel sind nicht selten. Mangelnde Vorbereitung und fehlende oder unzureichende Regenerationszeiten begünstigen Muskelverhärtungen. Fehlhaltungen oder falsche, ruckartige Bewegungen sind ebenfalls Faktoren, die zu Verhärtungen der Muskeln führen. Rücken und Nacken sind davon am häufigsten betroffen. Wird nicht rechtzeitig dagegen gesteuert, dann verhärten sich zunehmend mehrere Muskelpartien und der Rücken fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Berglandschaft an, mit vielen kleinen, harten Hügeln. Der Schmerzpegel steigt dementsprechend natürlich an, hinzukommen starke Kopfschmerzen.

Die Vorbeugung von Muskelverhärtungen ist prinzipiell nicht schwer, doch entweder ist der Mensch zu bequem oder der zeitliche Spielraum für die Entspannung fehlt. Aber es gilt, Prioritäten bei Arbeit, Sport und Spiel zu setzen. Die Gesundheit der Muskeln ist wichtiger, denn ein erkrankter Bewegungsapparat erfüllt seine wichtigen Aufgaben nicht mehr und dann sinkt die Lebensqualität automatisch. Im Alltag sollten Fehlhaltungen korrigiert und vermieden werden, ein Ausgleich zu streng monotonen Tätigkeiten mit einseitiger Muskelbelastung kann durch gezieltes Bewegungstraining erreicht werden. Massagen, Wasser- und Wärmeanwendungen helfen, die angespannte Muskulatur aufzulockern. Entspannungsübungen bringen Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht.