Die Behandlung von einer Muskelverhärtung gestaltet sich vielseitig

Muskelverhärtungen sind eine sehr unangenehme Angelegenheit. Sie zeigen sich in Rücken, Nacken, Schulter, Oberschenkel oder Wade. Von Krämpfen über stechende Schmerzen bis hin zu Bewegungseinschränkungen und Dauerschmerzen ist alles dabei.

Die fühlbar verhärteten Stellen der Muskulatur benötigen Regeneration und Lockerung. Dazu sind zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten vorhanden.

Massage hilft bei akuten Krämpfen in Wade oder Oberschenkel. Hat der Betroffene starke Schmerzen bei Bewegungen, kommen entzündungshemmende Salben und Schmerzmedikamente zum Einsatz. Muskelrelaxantien sind Medikamente, die eine Entspannung der Muskeln fördern.

Wärme ist ein weiterer Ansatzpunkt, besonders, wenn die Verhärtung sehr ausgeprägt ist. Eine Massage könnte in diesem Fall eher schmerzhaft sein. Durch Wärmeanwendungen, wie Fangopackungen, die heiße Rolle und Bäder oder Wassermassagen, wird die Durchblutung langsam wieder angekurbelt, die verhärteten Stellen lockern sich.

Darauf aufbauend folgen Massagen. Krankengymnastik kann bei starken Verspannungen angeraten sein, um die Muskeln behutsam wieder zu trainieren und aufzubauen, ohne sie zu überlasten. Die Therapie mit Reizstrom kommt ebenfalls zur Lockerung der Muskelverhärtungen in Betracht.

Muskelverhärtungen entstehen meistens nicht von heute auf morgen, ausgenommen davon sind die Symptome, die sich unverhofft zeigen können. Eine Behandlung ist daher zeitlich länger ausgerichtet und im Idealfall eine Kombination von Wärme, Massage und Bewegung. Oft resultieren Muskelverhärtungen aus Daueranspannung, die ihre Grundlage in psychischen Problemen und Erkrankungen hat.

Neben den physikalischen Anwendungen, ist die Psychotherapie ein wichtiges Element, um das Übel an der Wurzel zu packen und den Grund für die Anspannung zu finden.

Bei allen Behandlungsansätzen ist es wichtig, dass sich die Umstände, die zur Überbelastung der Muskulatur geführt haben, ändern. Sportler sollten darauf achten, dass sie genügend Zeit für die Entspannung einplanen, ebenso wie Massagen und Bäder.

Die Aufwärmphase der Muskeln vor dem Training darf nicht vernachlässigt werden. Fehlhaltungen am Arbeitsplatz sollten korrigiert werden, dabei hilft auch eine ergonomische Ausstattung mit Möbeln.

Nicht immer ist die körperliche Anspannung zu vermeiden, aber eine Entspannung der Muskulatur muss gegeben sein. Übungen, die Rücken, Nacken und Kopf entlasten, ein Spaziergang und entspannende Bäder helfen im Alltag dabei, der Muskelverhärtung durch Daueranspannung vorzubeugen.